Donnerstag, 10. August 2017

MS als "Verkaufsargument" und warum ich Fräulein Trulla nicht teile ...

Wenn man mit einer chronischen Erkrankung lebt, die nicht heilbar ist, so wie MS zum Beispiel, erlebt man viele Dinge, die ab und an schon recht seltsam anmuten.

Man trifft auf Menschen, die denken, man hätte ganz etwas anderes, bekommt es mit Vorurteilen zu tun, ab und an mit dummen Sprüchen und derlei.

Und dann trifft man auf die, die meinen, nur weil man diese Erkrankung hat, ist man für alles empfänglich, was man unter dem Stichwort "Heilung" oder bestes Produkt ever verbuchen könnte.

Für diese Menschen scheint man so verzweifelt zu sein, dass man quasi nach jedem sprichwörtlichem Strohhalm greifen würde.

Montag, 7. August 2017

Urlaub und vor und nach und überhaupt ...

Ihr Lieben, Ihr habt es sicher gemerkt, hier war es ruhiger. Was zum einen daran liegt, dass ich derzeit viel nachdenke und vor mich hin sinniere, was auch mal ganz nett ist weils einem eine Menge Themen ins Haus spült, über die wir in den nächsten Wochen mal reden müssen und zum anderen, weil ich in Urlaub war.

Ich war echt urlaubsreif und brauchte diese Auszeit mehr als dringend. Mir ging es in den beiden Wochen vor meinem Urlaub echt nicht mehr gut. Seelisch wie körperlich. Man könnte mal sagen, ich war ausgelutscht und zwar vollständig. :-)

Montag, 31. Juli 2017

Ein Mann. Sein Rad und MS. #bikenspendenhelfen

„Sag einfach Besi zu mir“, sind die ersten Worte von Andreas Beseler, als ich mit ihm telefoniere.


Er ist einer, der viel tut.  Für Menschen mit MS. Weil er selbst betroffen ist. Er radelt und spendet. Jeder Kilometer, den er auf dem Drahtesel zurücklegt ist Geld, das direkt an die Nathalie Todenhöfer Stiftung geht, die von Nathalie Todenhöfer, die ebenfalls mit MS lebt,  gegründet wurde. Die Stiftung setzt  sich für Menschen mit MS in Not ein und unterstützt sie.

 „Egal ob du mal 100 Euro für ne zusätzliche Rechnung brauchst oder einen Urlaub, wenns irgendwie geht, helfen die und zwar sofort, die Nathalie ist da sehr engagiert und man muss wissen: Jeder gesependete Euro geht an Menschen mit MS und nicht nur ein Teil“, erklärt mir Besi.


Sein Projekt "Rad statt Rollstuhl" finde ich spannend und beispielhaft zugleich. Die Geschichte hinter Besi und dem Rad und der MS, gibt es heute ... 

Dienstag, 4. Juli 2017

Fast verloren .....

Ich sitze hier in meinem Büro, neben mir duftet eine Zitruspflanze, die gerade zum zweiten Mal in dem Jahr blüht und ich denke nach. Über die letzten Wochen.

So viele Eindrücke. Kann ein Mensch diese Masse je verarbeiten? Hm. Es gilt, sie zu sortieren.



Wobei, die letzten Termine habe ich abgesagt. Ich musste stoppen. Leider.
Als mich letzte Woche zur Wochenmitte während der Nacht eine Attacke von fiesen Spasmen überfiel und mir noch einen MS Hug beschert hat, der mich am nächsten Tag noch begleitete, weil mir wirklich alles weh getan hat und mir dazu noch der Trigemus äußerst schmerzhaft seine Anwesenheit mitteilte, sodass mir der Biss ins Weiche meines Marmeladenbrotes noch weh tat, beschloss ich, dass ich eine Pause brauchte. Und schrieb mich selbst krank. Muss manchmal sein, auch wenn mir das sehr leid getan und mich zum Heulen gebracht hat, aber ab und an ist ein Nein hilfreicher als ein "Ich tu es trotzdem". Und Schmerzmittel. So sie irgendwann wirken.

Gut, das Ding ist einigermaßen ausgestanden und ich bin auf dem Weg zurück, wenngleich ich froh um jeden Moment bin, den ich für mich habe. Muss ich ehrlich zugeben.

Denn ich hätte es fast verloren ....