Dienstag, 20. Februar 2018

Work Life Balance und die bewussten Grenzen

Heute schrieb ich: Mit MS zu leben bedeutet auch, bewusst Grenzen zu schaffen um bei sich zu bleiben.



Ein Satz, der mir, entgegen meiner sonstigen sehr kritischen Einstellung mir selbst gegenüber, gefällt. ;-)

Weil er genau das sagt, was angesagt ist: Wer mit MS lebt, muss sich bewusst Grenzen schaffen, um einfach auch die Balance zu halten und die eigenen Kräfte so einzusetzen, dass es Sinn macht. 

Freitag, 9. Februar 2018

Vom Sessel, der nicht loslässt und dem Haus mit MS!

Kennt Ihr das? Ihr sitzt gemütlich in einem Sessel. An manchen Tagen ist man froh darum, es einfach zum Sessel geschafft zu haben und fällt erleichtert hinein und macht es sich gemütlich. So ein Sessel kann wie eine Umarmung sein, der hält dich fest. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Geht es nämlich ans Aufstehen, hat man es oft nicht leicht und ich fühle mich schon auch ab und an wie ein Käfer, der auf dem Rücken liegt und versucht, irgendwie auf die Beine zu kommen. Was mir dabei auffällt ist, dass oft darüber gegrinst wird. Weil sich gesunde Menschen oft nicht vorstellen können, wie schwierig es für jemand mit MS sein kann, diesem Sessel wieder zu entkommen. Also aufzustehen und weiter zu gehen. Oft ist das auch mit Schmerzen verbunden, man ist steif und muss erst wieder locker werden, bevor man weiter kann. Kurz, man braucht einen Moment.

Wie gesagt, nicht jeder versteht das und bitte, wie erklärt man das? Oft sind diese Momente der MS ja eher unsichtbar, nur man selbst fühlt diesen Widerstand im Körper, die Steifheit und Unbeweglichkeit, die nach längerem Sitzen aufkommen kann.

Sonntag, 21. Januar 2018

D-Day - Diagnose Day - 13 Jahre mit Trulla

Als ich vorhin aufwachte, war klar, heute ist unser D-Day. Also unser Diagnose Day. 2005, also vor 13 Jahren bekam ich die Diagnose und Fräulein Trulla zog ein.

So gesehen, das hat viel verändert. Im ersten Moment dachte ich ja, dass mein Leben quasi einmal volle Pulle gegen die Wand gefahren war. So Totalschaden.

Aber wenn ich eines daraus gelernt habe: Totalschaden ist nur, was man einen Totalschaden sein lässt.
Es liegt an einem selbst, was man irgendwie draus macht. Klar wäre es einfach, sich auf das Sofa sinken zu lassen und einfach zu warten. Fragt sich halt, auf was.


Donnerstag, 4. Januar 2018

Happy 2018 ... oder Erinnerungen und Philosophisches ...


Na Ihr? Seid Ihr gut nach 2018 gekommen? Ich wünsche Euch das Allerbeste für das neue Jahr! Ich sehe es wie so auf dem Bild oben, eine noch leere Straße und ich überlege mir gerade, langsam loszufahren. Nach meinem Urlaub. :-)

Bei mir ging es so, die Erkältung war nicht weg, ist sie bis jetzt nicht wirklich, ich hatte Symptome und war weniger in Feierlaune. Sofasilvester halt. Ich bin auch seit Tagen auf einem Denktrip, ich philosophiere vor mich hin und genau das wird das Geschreibsel heute. :-)

Und so gesehen, mich treibt es im Moment um, mich beschäftigen Gedanken, ich entscheide die eine oder andere Sache und habe angefangen, mein Arbeitszimmer auszumisten. Ich bin sehr rigoros und habe sogar entschieden, mein Archiv mit Modezeitungen bis auf einen kleinen Rest aufzulösen. Ich denke mir, was ich die letzten 10 Jahre nicht einmal mit einem Blick gewürdigt habe, werde ich auch in Zukunft nicht mehr wirklich ansehen. Und so schaffe ich wahre Löcher, Platz für Neues und Aufregendes und Spannendes und Dinge, die sich lohnen aufbewahrt zu werden, zumindest für den Moment. Dazu höre ich meine beiden derzeitigen Lieblings CD's. Mit a-ha schwelge ich im aktuellen Album in meiner Teeniezeit und mit Till Brönner im Jazzhimmel. Ich habe mich da gerade festgehört. :-)

Fräulein Trulla hat sich auch beschwert. Und hat fortgesetzt, nun, da sie sich mit den kleinen Erkältungsrotzern noch herumstreitet, mich ein wenig darauf hinzuweisen, dass sie ja auch noch da ist. Ist sie? Ich weiß es nicht, ich glaube, ich bin mittlerweile ganz gut darin, sie ab und an geflissentlich zu ignorieren.